Donnerstag, 12. Juni 2014

Daone / Italien - Eindrücke eines Philosophen

Letztes WE verschlug es uns Richtung Süden in das Bouldergebiet von "Daone". Was wir dort so alles erlebt haben erzählt euch heute mein Kollege Florian W. aka. King Lui.



Viel Spaß beim Lesen...


Seltsame Gefährte die hier in
Italien unterwegs sind
Man stelle sich vor es ist Pfingsten und man reist kollektiv nach Süden. Gen Italien. Es klingt nach Apokalypse. Stau schon in der Nacht auf Samstag auf der Brennerautobahn, Start auf 5.15 vorverlegt in der Hoffnung auf freie Fahrt. Naja, frei schon aber mental härter als eine Highballplatte im Nirgendwo. Also düsen wir gut gelaunt und psyched in der kollektiven Kolonne in Richtung Lago di Garda. Nur wir biegen schon mal eins früher ab und landen nach einem Shoppingstop für die Jause und einem späten italienischen Frühstück mit Brioche und Cafe im Val Daone.
Klettersteig
Schwierigkeit B+
Erstmal einchecken, Espresso und dann schon weiter in die höher gelegenen Gebiete. Die oberen Sektoren sind noch zu, weil man noch die Winterschäden beseitigen muss. Erst eine kurze Diskussion wohin und wie, dann der Aufbruch in ein sehr kleines Teilgebiet mit echt guten Linien und einem Zustieg mit Klettersteigcharakter.Wir trauen unseren Augen kaum. Es ist Pfingsten und wir stehen allein im Wald. Dann das übliche Prozedere: Ausschwärmen, Linien anschauen, kurz aufwärmen, die Landezonen herrichten und volle drauf los Bouldern. Es handelt sich um echteren Granit als im Ötztal mit voll lässigen Einschlüssen, mit vielen Kanten,…naja kurzum vor der Mittagspause wurde mal ausgecheckt wie und wo der Hammer hängt und erste Ansätze von Plattenkletterei stellten sich ein.


Es wurde auch geklettert ;)
Dann, man ist ja in Italien und da gehört der Espresso zum Essen wie das Mamma zur Mia, kam das Mittagsjäuschen. Naja wie schnell sich vier „Bulderer“ durch eine Wassermelone arbeiten war schon fast ein Naturschauspiel. Untermalt wurde mit JausnPausn von vier gechillten Italienern die auch eine Kantenlinie geklettert sind. Eine Begehung ohne Fussarbeit, sprich ein reiner Kraftakt der Oberarme war namensgebend für einen neuen Terminus im Boulderersprech: „mach einen Italiener“!

Danach wurde in der Sonne gechillt, noch die eine oder andere Linie geklettert und dann noch eine geniale Platte als Abschluss des Tages auserkoren. Naja, die Haut war schon jenseitig, da kann man schon mal Plattenschleichen.

Elektroinstalltion âla Italien :)
Abends noch mal schnell in den Bach zum Abkühlen und eine kleine Vorerkundung des nächsten Gebietes für den Sonntag. Abends gabs noch ein klassisches Italienisches Menü mit Alio Olio, Vino rosso, Aceto Balsamico, Espresso, Uovo con Speck, …
Sonntag Morgen gestärkt durch Kaffee, dubiosen Butter, Zwieback und Weißbrot machten wir uns auf zu den Blöcken im Wald. Dort kam schon fast Parcourstimmung auf, Hansi und Schof starteten volle an, Lui und Lena kassierten weiter oben im Wald einige Linien. Der Ausdruck Humido für schwül und schmierig war dann Programm, die Sonne brannte herunter, aber trotzdem konnte man noch halbwegs gut klettern.

Kaffee vom feinsten..
Doch dann kam die Mittagspause und was macht die Jausengang? Eh klar, jausnen und Kaffeetrinken. Und nach der Jausen kam die Rastphase. Es muss ein eigenartiger Anblick gewesen sein, wenn man in den Wald geht und vier Menschen auf Matten schlafen sieht. Die Nachmittagssession war gekennzeichnet von hohen Temperaturen.
Abschließend wieder eine Abkühlung im Bach, dann Start talauswärts, freie Fahrt nach Norden, eine lustige Begebenheit mit Lord Helmchen kurz vor Bozen, eine obligatorische Pizza am Brenner und dann heim in die heiße hitzige Heimat. Aber wir kommen wieder, zu Espresso und vor allem zu den oberen Gebieten!

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